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Positive Psychologie

Positive Psychologie

Ich weiß, dass Chefs Psychologie gerne wegschieben. Was soll der Klimbim? Dieser spontane Effekt wird noch verstärkt beim Begriff „Positive Psychologie“! Ich bin Existenzanalytiker und habe mich jetzt einmal bewusst mit diesem Spezialgebiet der Psychologie als Wissenschaft vom gelingenden und erfüllten Leben auseinandergesetzt. Es ist dies die erste Disziplin, die sich wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt, wie psychisches Wohlbefinden und persönliche Entwicklung für alle Menschen unterstützt und aufrecht erhalten werden. Daniela Blickhan zeit dabei in ihrem Handbuch für die Praxis „Positive Psychologie“ (2015), wie mit positiven Emotionen eine langfristige Wirkung – auch für das berufliche Umfeld – geschaffen werden kann. „Positive Emotionen verändern die Art und Weise, wie das Gehirn Informationen verarbeitet: unserer Sicht auf die Welt erweitert sich, wenn wir positive Gefühle erleben“. Erleben Menschen positive Emotionen, so erweitert sich ihre Wahrnehmung. Für diese positive Entwicklung ist weniger die Intensität der guten Gefühle entscheidend als vielmehr ihre Häufigkeit. Positive Gefühle erweitern das Gedanken- und Gefühlsrepertoire und tragen so zum Aufbau von Ressourcen bei. Dabei handelt es sich sowohl um körperliche Ressourcen, sodass weniger Krankenstände entstehen, aber auch soziale Ressourcen (positive Beziehungsqualität und mehr soziales Feingefühl), aber auch intellektuelle, emotionale und handlungsbezogene Ressourcen.

Wenn Sie das hören, kann es Ihnen dann noch „egal“ sein, ob Ihre Mitarbeiter:innen so ein „buildung“ von Ressourcen und damit ein „broadening“, ein Erweitern ihrer persönlichen Möglichkeiten erleben?

 

Veröffentlicht in Aktuell.