Quereinsteiger – ein Thema für viele Firmen

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Quereinsteiger – ein Thema für viele Firmen

 

Der Quereinstieg ist spätestens seit dem Ende der Corona-Pandemie keine Seltenheit mehr. Betriebe mussten wieder angekurbelt werden, die zuvor in der Pandemie-Starre verharren mussten. Und dafür brauchte es entsprechendes Personal, das nicht leicht zu finden war. So haben sich nach der Pandemie viele Unternehmen erstmals bewusst für Quereinsteiger geöffnet. So haben sich zwischen 2019 und 2026 die Anzeigen, die sich ausdrücklich an Quereinsteiger richten, nahezu vervierfacht (Die Presse, 18.7.2026, S. K1). Viele Fähigkeiten aus ihren früheren Berufen helfen und können für den neuen Arbeitsplatz durchaus wertvoll und vielleicht sogar zum Wettbewerbsvorteil sein. Menschen, die gerne einmal etwas Neues ausprobieren möchten, sehen aber häufig  ein finanzielle Risiko als Haupthindernis, sich neu auszurichten. Sicherheit spielt also eine bedeutende Rolle bei derartigen Berufsentscheidungen. Hinzu kommt eine große Furcht, in einem neuen Beruf noch einmal ganz von vorne beginnen zu müssen. Zudem kommt, dass es harte Realität ist, dass geradlinige Lebensläufe trotz aller offiziellen Bekenntnisse zur Bedeutung von Flexibilität am Arbeitsmarkt immer noch gerne gesehen werden.

In einem Beruf zu bleiben, in dem Man/Frau unzufrieden ist, Leere verspürt oder gar unglücklich ist, ist es nicht wert. Dafür ist jeder Berufstag – und eigentlich das Leben – zu schade.

Umgekehrt: Arbeitsplätze nicht zu besetzen, da man als Unternehmer grundsätzliche Bedenken gegen Quereinsteiger hat, entspricht sicherlich für viele Firmenbereiche nicht einem modernen Human-resource-Management.

Spannende Themen für beide Seiten, dies mit einem externen Experten zu beraten.

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Positive Psychologie

Positive Psychologie

Ich weiß, dass Chefs Psychologie gerne wegschieben. Was soll der Klimbim? Dieser spontane Effekt wird noch verstärkt beim Begriff „Positive Psychologie“! Ich bin Existenzanalytiker und habe mich jetzt einmal bewusst mit diesem Spezialgebiet der Psychologie als Wissenschaft vom gelingenden und erfüllten Leben auseinandergesetzt. Es ist dies die erste Disziplin, die sich wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt, wie psychisches Wohlbefinden und persönliche Entwicklung für alle Menschen unterstützt und aufrecht erhalten werden. Daniela Blickhan zeit dabei in ihrem Handbuch für die Praxis „Positive Psychologie“ (2015), wie mit positiven Emotionen eine langfristige Wirkung – auch für das berufliche Umfeld – geschaffen werden kann. „Positive Emotionen verändern die Art und Weise, wie das Gehirn Informationen verarbeitet: unserer Sicht auf die Welt erweitert sich, wenn wir positive Gefühle erleben“. Erleben Menschen positive Emotionen, so erweitert sich ihre Wahrnehmung. Für diese positive Entwicklung ist weniger die Intensität der guten Gefühle entscheidend als vielmehr ihre Häufigkeit. Positive Gefühle erweitern das Gedanken- und Gefühlsrepertoire und tragen so zum Aufbau von Ressourcen bei. Dabei handelt es sich sowohl um körperliche Ressourcen, sodass weniger Krankenstände entstehen, aber auch soziale Ressourcen (positive Beziehungsqualität und mehr soziales Feingefühl), aber auch intellektuelle, emotionale und handlungsbezogene Ressourcen.

Wenn Sie das hören, kann es Ihnen dann noch „egal“ sein, ob Ihre Mitarbeiter:innen so ein „buildung“ von Ressourcen und damit ein „broadening“, ein Erweitern ihrer persönlichen Möglichkeiten erleben?